Türkei Adrasan Land

Lahmacun statt Eistee, alte Steine und Barrakudas im tiefblauen Meer – Tauchclub Kahl in Adrasan

Nach wenigen Flugstunden landen wir im Dunkeln in Antalya und fahren von dort aus noch fast zwei Stunden nach Adrasan, wo uns der Vortrupp der Kahler-Taucher zu Tische liegend herzlich begrüßt. Die laue Luft und der glitzernde Mond auf dem Meer lassen die Schönheit der Gegend schon erahnen, die wir am nächsten Morgen erst richtig erkennen: Granatapfel- und Zitronenbäume direkt vor dem Bungalow, strahlendblauer Himmel, Strand, Palmen und tiefblaues Meer umgeben von herrlicher Bergwelt. Postkarten-Anblick zum Frühstück, Mittagessen …

Bereits um die Mittagszeit bringt uns die “Carpe diem“ zum ersten Tauchgang. So „nutzen“ die Taucher nicht nur diesen, sondern auch jeden weiteren „Tag“,um Seeigel, fressende Seegurken, vielfarbige Schwämme, mystische Kofferfische, Drachenköpfe und Flötenfische sowie unfrittierte Calamares am Stück und schreckliche Muränen … aus der Nähe zu sehen und per Foto festzuhalten.

So ruhig wie am ersten Tag bleibt das Meer nicht die ganze Woche. Vielleicht rächt sich Darth Vader, der uns im Fels entstanden, argwöhnisch beäugt. Das Mittelmeer ist wirklich nicht der Campingsee. Doch von Dünung und Strömung lassen sich Poseidons-Fans nicht stören und genießen die Highlights der Reise: Tauchgänge durch die Fledermausgrotte, in der Medihas und Holgers „Wappentier“, eine Robbe samt Familie, zu Hause ist. Die Robbenfamilie wurde nicht gesichtet, doch ein Schnuppertaucher entdeckte ein Seepferdchen. Auch alle anderen Taucher waren begeistert von der Unterwasserwelt. Die Nachttaucher schwärmten nach dem letzten Tauchgang vom Meeresleuchten, den vielen Garnelen, den Oktopoden (hessisch: Oktopussen) und der verschlafenen Schildkröte.

Aber auch an Land gab es viel zu sehen: Gemüseberge auf dem Markt in Kumluca, die „Ewigen Flammen“ bei Cirali oder die „alten Steine“ im faszinierenden Phaselis mit beeindruckendem Aquädukt, riesigem Theater, einer Prachtstraße … gelegen in einer Bucht, die das erlebte Postkarten-Feeling noch überstieg.

Dank der „Adrasan-Wiederholungstäter“ waren wir auch stets gut versorgt. Denn diese wussten, wo es den besten Kuchen, die leckersten Lammgerichte oder die frischsten Forellen direkt von der Farm oder auch das schönste Restaurant auf dem Fluss gibt.

Und so kam es, dass das einzige Missverständnis uns Greenhorns unterlief: Eistee (lemon juice) statt lahmacun. Doch auch an diesem Abend wurden alle satt.

Und selbst bei Stromausfall, der in Adrasan mal mehrere Stunden dauern kann, gab es Essen und Licht, dann wird halt mal eben der Traktor an den Generator gekoppelt. So geht`s auch!

Wie gut, dass wir mit beschränktem Gepäck gereist sind, sonst hätten wir wahrscheinlich den ein oder anderen freilaufenden Hund oder auch ein kleines süßes Kätzchen mit nach Hause nehmen müssen.

So sind wir mit vielen Eindrücken zu Wasser/Land und Leuten, Gedanken über interessante Gespräche in der Gruppe und jeder Menge positiver Erlebnisse im Gepäck wieder gut in Deutschland gelandet und von dem geordneten Straßenverkehr (zweispurig = zweispurig, …) begeistert.

Es war wunderschön!!! Vielen Dank an Christina, die das alles so toll organsiert hat (vom Flug, übers Essen bis zur dicken Jacke) und allen anderen, die hierbei geholfen haben und auch an die TLs: Danke, dass ihr den Kids den Eintritt in Poseidons Reich ermöglicht habt.

Natascha, Klaus Und Nils Ullrich

Terminplan: